NFG Suchgenehmigung

Die NFG (Nachforschungsgenehmigung) ist von Bundesland zu Bundesland verschieden.
In Bundesländern wie Schleswig-Holstein ist das Sondeln ohne NFG sogar eine Straftat!

Meine persönliche Meinung: NFG ist unsinn. Ich stehe eh auf der Matte, wenn ich etwas interessantes Finde.

Leute die Ihren Raubzug aus finanziellem Reiz ausführen, werden eh nicht zu greifen sein. Zum Glück sind das nur ganz ganz wenige.

 

Hinweis:
Lieber Leser und Sondengänger, für diesen Post werde ich die Comments öffnen, um von Euch Erfahrungen sammeln zu können!

 

Nordrhein-Westfalen:


In NRW werden Genehmigungen für Sondengänger meist ohne Probleme erteilt. Ich habe diese für einen Landkreis, also mehrere Äcker.

Nach einem Gespräch, das meist mit Frau Dr. Hallenkamp-Lumpe geführt wird, ist es in der Regel kein Problem eine NFG zu bekommen.

Kostenpunkt: 75€

Bei jeder Verlängerung: 75€

Hadrianische Teilung: Es gehört ein Fund zu 50% dem Finder und zu 50% dem Grundstückseigentümer. Bei besonderen Funden wird Interesse bekundet und man erhält eine Entschädigung ;-) !

Mir wurde im Gespräch wird zwar unmissverständlich deutlich gemacht, dass eine Suche ohne NFG schon strafbar sei, denn man könnte ja etwas finden und Fundunterschlagung betreiben.

Diese pauschale Vorverurteilung ist eine Unverschämtheit.

Auf deren Website wird schon ein ganz anderer Ton laut. Dieser gefällt mir deutlich besser und an diesen halte auch ich mich.

https://www.lwl-archaeologie.de/de/archaeologische-denkmalpflege/sondengaenger/

Adresse
LWL-Archäologie für Westfalen
Außenstelle Bielefeld
Am Stadtholz 24a
33609 Bielefeld
Tel.: 0251 591-8969
Fax: 0251 591-8989
E-Mail: julia.hallenkamp-lumpe@lwl.org

Besuchen Sie unseren Blog: www.lwl-archaeologie.de/aussenstelle-bielefeld/blog
Besuchen Sie uns im Internet: www.lwl-archaeologie.de

 

Rheinland-Pfalz:


In der Frage der Zusammenarbeit mit Sondengängern verfolgt RLP keine einheitliche Strategie.
Was hier interessant ist, ist die Regelung des Fundverbleib, denn archäologisch wertvolle Funde gehören dem Land und der Finder kann diese als Dauerleihgabe zurück erhalten.

Generaldirektion Kulturelles Erbe
Direktion Landesarchäologie
Kleine Pfaffengasse 10
67346 Speyer

06232/6757-40

 

Hessen:


Man erhält zunächst eine befristete Genehmigung zur Feldbegehung OHNE Metalldetektor (ja, echt jetzt).
Nach einer Bewährungszeit von einem Jahr erfolgt dann die Genehmigung der Nachforschung mit Metalldetektor.
Hessen hat ein Schatzregal, der Finder wird in diesem Fall jedoch entschädigt. Wie das üblicher Weise ausfällt, ist mir nicht bekannt.

Adresse:
Landesamt für Denkmalpflege Hessen
Schloss Biebrich
65203 Wiesbaden

Tel.: 0611/6906-0
eMail: archaeologie.wiesbaden@denkmalpflege-hesssen.de

 

Saarland:


Das Landesdenkmalamt des Saarlands hat sich etwas ganz besonderes ausgedacht, um uns Bürger für richtig doof ……lest selbst:

Es muss während der Suche ein Archäologe oder eine archäologisch geschulte Fachkraft anwesend sein, welche die Ergebnisse dokumentiert usw., darüberhinaus werden Genehmigungen für das Ausgraben von Funden nur erteilt, wenn das Areal bedroht ist, dies könnten Baumaßnahmen sein.

Eine Genehmigung für die freie Suche oder Forschung mit einem Metalldetektor wird nicht erteilt, was in meinen Augen wiederum gegen Artikel 5 des Grundgesetzes verstößt…aber das scheint in DE eh nur Makulatur zu sein.

Landesdenkmalamt
Am Bergwerk Reden 11
66578 Schiffweiler

0681/501-2443
poststelle@denkmal.saarland.de

 

Niedersachsen:

 



In NDS ist es etwas anders. Man muss nach Hannover und an einem Wochenendkurs teilnehmen.

Wie kommt man zum Kurs nach Hannover?

Man muss beim örtlichen Archi vorstellig werden, dieser muss einen dann für den Kurs in Hannover empfehlen.

Die Kurse finden unregelmäßig, je nach Teilnehmerlage statt.

Hier ein Link ins Forum. Ein Teilnehmer berichtet von dort:

http://gutfund.de/index.php?thread/1479-sondellehrgang-3-4-11-2017-in-hannover/&postID=7711#post7711

 

https://www.denkmalpflege.niedersachsen.de/startseite/

 

Adresse:

Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege
Scharnhorststraße 1
30175 Hannover
Tel: 05 11 / 9 25 – 50 Zentrale
Fax: 05 11 / 9 25 – 53 28 Zentrale

 

 

 

 

Alle Angaben ohne Gewähr! Dies ist keine Rechtsberatung. Keine Gewähr auf Aktualität.

Und nun viel Erfolg beim Erlangen der NFG bzw. Suchgenehmigung.

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